Stoppt Subventionen für die Überfischung

Ein Drittel der weltweiten Fischbestände ist überfischt. Unsere Ozeane leiden jetzt schon.

Aber Milliarden von Dollar an staatlichen Subventionen heizen den Fischfang nur weiter an.

Die Regierungen haben bis 2020 Zeit, ein WTO-Abkommen zu schließen, das schädliche Fischereisubventionen stoppen würde. Sollten sie keine Einigung erzielen, könnte das Abkommen scheitern. Wir brauchen Ihre Hilfe, damit es nicht so weit kommt.

Teilen Sie die folgende Erklärung, die von führenden Organisationen unterzeichnet wurde, um ein globales Abkommen zum Schutz unserer Meere zu unterstützen.

ORGANISATIONEN AUF DER GANZEN WELT FORDERN DIE WELTWEITEN STAATS- UND REGIERUNGSCHEFS MIT NACHDRUCK DAZU AUF, EIN WTO-ABKOMMEN ZU VERABSCHIEDEN, DAS DIE RETTUNG UNSERE MEERE UNTERSTÜTZT

Letzte Aktualisierung: 30. September 2020

Dieses Jahr müssen die Regierungen auf der ganzen Welt ihrer Verpflichtung nachkommen und die Ausgaben von Steuergeldern für Zweckedie die Überfischung fördern und den Zustand unserer Meere verschlechtern, kürzen. Nach fast zwei Jahrzehnte langen Verhandlungen im Rahmender Welthandelsorganisation (WTO) ist es jetzt an der Zeit, dass die Staat- und Regierungschefs handeln, um schädliche Fischereisubventionen zu beenden. Organisationen auf der ganzen Welt fordern die weltweiten Staats- und Regierungschefs auf, ein sinnvolles Abkommen zu vereinbaren, damit diese schädlichen Subventionen 2020 eingestellt werden - denn die Zeit ist abgelaufen.

Obwohl bereits ein Drittel der Fischbestände über ein nachhaltiges Maß hinaus befischt ist1, stellen die Regierungen weiterhin jedes Jahr geschätzte 22 Mrd. US-Dollar für schädliche Subventionen bereit, die die Fangkapazität erhöhen.2 Doch auch selbst wenn diese Subventionen darauf abzielen, Küstengemeinden zu Gute zu kommen, können sie dazu führen, dass die Fischerei in Küstengewässern und auf hoher See über ein profitables und nachhaltiges Maß hinaus gefördert wird. Das führt dazu, dass genau die natürlichen Ressourcen zerstört werden, von denen diese Küstengemeinden abhängig sind, und dass die Zukunft der Industrie, die eigentlich unterstützt werden soll, aufs Spiel gesetzt wird.

Bereits 2015, als die Nachhaltigkeitsziele (SDGs, Sustainable Development Goals) der Vereinten Nationen verabschiedet wurden, die als Vorlage für die Erreichung einer besseren und nachhaltigeren Zukunft dienen sollen, hatten die Staats- und Regierungschefs die negativen Auswirkungen der schädlichen Subventionen auf Fischbestände und Meeresumwelt erkannt. Laut SDG-Zielvorgabe 14.6 sollen die WTO-Mitglieder ein neues Abkommen verabschieden, um schädliche Subventionen bis 2020 abzuschaffen. Diese Frist hat die internationale Gemeinschaft auf den Plan gerufen, da 2020 unsere letzte und beste Chance ist, eine sinnvolle Reform zu erreichen.

Das internationale Abkommen muss, sobald es verabschiedet ist, zu umgehenden und deutlichen Kürzungen bei denen, die die meisten Subventionen vergeben, führen. Außerdem muss es einen verbindlichen Rahmen festlegen, der den schrittweisen Abbau aller schädlichen Subventionen vorantreibt, die zur Flottenüberkapazität und Überfischung beitragen, und der die Vergabe von Subventionen für illegale, nicht gemeldete und nicht regulierte Fischerei durch alle WTO-Mitgliedsstaaten unterbindet. Länder aller Entwicklungsstufen sollten dazu bereit sein, die Gesundheit ihrer Fischbestände zu verbessern und den Lebensunterhalt ihrer Fischer:innen zu unterstützen, und, sobald ein Abkommen erreicht ist, dahingehend ihre Fischereisubventionsprogramme reformieren.. Alles andere würde bedeuten, dass wir diese generationsübergreifende Chance verpassen, den Kurs der globalen Fischereiflotten in Richtung Nachhaltigkeit zu lenken, die Gesundheit der Meeresökosysteme zu verbessern und dazu beizutragen, dass die Ozeane weiterhin eine Lebensgrundlage für die vielen Millionen Menschen bieten, die jetzt und in Zukunft auf sie angewiesen sind.

Ein Abkommen ist möglich. Wir rufen die weltweiten Staats- und Regierungschefs dazu auf, sich schnellstmöglich um eine Einigung zu bemühen, damit der SDG-Auftrag bis zum Ablauf der Frist 2020 erfolgreich umgesetzt wird. Ein Abkommen wäre nicht nur ein Zeichen dafür, dass die WTO-Mitglieder durch ihre Zusammenarbeitein Ergebnis von globaler Bedeutung erzielen können, sondern auch dafür, dass die SDGs den Weg in eine bessere Zukunft weisen.

Es ist an der Zeit zu handeln.

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